Am Freitagabend 19.12.2025 bildeten in Neunkirchen am Brand viele Bürgerinnen und

Bürger eine Menschenkette entlang der geplanten „ortsnahen Variante“ der

Westumgehung.

Ein Licht fest in der Hand standen die Menschen still in

der bislang unberührten Natur des Ebersbacher Tales, darunter viele

Familien mit kleinen Kindern und Laternen. Eindrucksvoll konnten so über

eine Strecke von etwa 2,7 km der Verlauf und die Nähe der Trasse zu den

Häusern illuminiert werden.

„Ich hätte nicht gedacht, dass die Straße so nah an den Häusern

verläuft“ sagt eine Anwohnerin im Anschluss beim Anblick der

eindrucksvollen Luftaufnahmen.

Aufgerufen hatten Mitglieder der Initiative „Neunkirchen verbinden“, die

im Vorfeld der Bürgerentscheide in der Vorweihnachtszeit ein stilles

Zeichen setzen wollten. Die Freude darüber, dass so viele dem Aufruf

gefolgt sind, war groß. Warum sind sie gekommen? Ein junger Vater, die

Tochter an der Hand, einen kleinen Buben auf den Schultern, sagt: “ Ich

fürchte, dass die Sicherheit der Kinder hier nur vorgeschoben wird und

es am Ende bei der Straße um wirtschaftliche Interessen geht, weitere

Gewerbegebiete ausgewiesen werden und von meiner Heimat nichts mehr

bleibt.“Andere Stimmen verweisen darauf, dass auch nach einer Umfahrung

immer noch viel Verkehr im Ort bleibt, zumal Neunkirchen derzeit für

Schwerlastverkehr gesperrt ist. Sie fordern Innitiativen zur

nachhaltigen Verbesserung der Gemeindestraßen.

Am 11.01.2026 haben die Neunkirchner nun die Möglichkeit, bei den

Bürgerentscheiden Ihre Stimme gegen die Westumgehung abzugeben.