Versprochene Entlastung? Die Zahlen sprechen dagegen. Die Westumfahrung bringt zusätzliche Belastungen für Neunkirchen, Dormitz und Effeltrich. Hier die wichtigsten Punkte, die man kennen sollte.
- Verkehrszunahme – Die Westumfahrung Neunkirchen zieht 20% mehr Verkehr an.
Somit in Dormitz: Zunahme der KFZs von 10.000 auf 12.000 pro Tag. - Die bisherige Begrenzung der LKWs auf 7,5 t entfällt – Es fahren mehr 40-Tonner.
Somit von Effeltrich 40% mehr LKWs, absolut 320 pro Tag. - Zusätzliche Umfahrungen drohen zu folgen – (Dormitz, Effeltrich)
Diese steigern den Verkehr dann um jeweils weitere 20%. - Der Lärmpegel steigt – für weite Teile von Neunkirchen, am Tag bis zu 59 dBA, in der Nacht bis zu 49 dB.A. (Quelle staatliches Bauamt) Kein Lärmschutz geplant.
Grenzwerte für Gesundheitsschädigung sind: tags ab S0 dBA, nachts ab 40 dBA. - Abgrenzung – der künftige Straßendamm teilt das Tal und schneidet Neunkirchen von seinem Naherholungsgebiet im Westen ab. (Verkehr auf dem Damm ohne Lärmschutz)
- Gefährdung unserer zukünftigen Trinkwasserqualität
Überbauung der Trinkwasserschutzzone III auf rund 250 m.
Feinstaubbelastung und Gummiabrieb angrenzend an den Neunkirchner Wasserbrunnen. - Gefährdung des Hochwasserschutzes durch Beeinträchtigung der Hochwasser-ausbreitungsflächen.
- Neue Ampelanlage an der Südumfahrung Richtung Dormitz.
(Rückstau, Fahrzeitverlängerung, Lärmbelastung durch Abbremsen und Anfahren) - Kosten von über 36 Millionen Euro – Planungsstand 2025 (Quelle staatliches Bauamt)
- Erheblicher Innerortsverkehr trotz WU: Auch mit dem Bau der Westumfahrung bleibt ein erheblicher Teil des Verkehrs auf der Forchheimer-, Friedhof- und Erleinhofer Straße im Markt! Das sind ca. 60% des Verkehrsaufkommens. *(lokaler Quell-Ziel-Verkehr)

- Weiterhin fahren Busse, 40 t nach Hetzles und Ver-und Entsorgungs-LKWs durch den Markt!
- Der Schwerlastverkehr verbleibt bei 110 LKWs in der Friedhofstraße prognostiziert für 2040 und in der Forchheimer Straße bei 180 LKWs prognostiziert für 2040, trotz Westumfahrung.
Unsere Verantwortung für die Zukunft
- Wir stehen vor zunehmenden Klimaveränderungen mit extremer werdenden Auswirkungen auf unsere Lebensressourcen.
- Die Bewahrung der Naturräume und Agrarflächen, auch zur Gewinnung unserer Lebensmittel in unmittelbarer Nähe zu Neunkirchen, ist geboten. Ein weiteres Versiegeln wertvoller Flächen muß vermieden werden.
- Eine Verkehrszunahme mit zunehmender Umweltbelastung gefährdet unsere Gesundheit und Lebensqualität.
- Moderne Verkehrskonzepte mit alternativen Antrieben für PKWs, Busse und LKWs, Ausbau öffentlicher Transportmittel und eine Integration von Rad- und Fußgängerbereichen werden die Zukunft prägen. Der Markt sollte mutig vorangehen: Bewahrung der Natur und Umsetzung von Verbesserungen im Innerort sind gefragt.
- Werden Sie Teil der Zukunft mit Ihrer Entscheidung für den Bürgerentscheid zur Bewahrung des Ebersbachtals.
- Flächenfakten durch den Bau einer Westumfahrung:
- Gesamtbetroffenheit landwirtschaftlicher Flächen: 71.330 m?
- Gesamtbetroffenheit forstwirtschaftlich genutzter Flächen: 6.870 m?
- Versiegelung von 42.280 m2
- Betroffenheit hochgeschützer Flächen: 3.470 m? (5 Biotope)
- Summe: 78.200 m? – das entspricht 11 Fußballfeldern
Unser Anliegen:
- Natur schützen und das Ebersbachtal retten Das Ebersbachtal ist ein Biotop für Menschen, Tiere und Pflanzen. Es filtert unsere Luft, speichert Feuchtigkeit und reguliert das Klima.
- Es bietet fruchtbare Böden und erholsame Wälder, ist Heimat für geschützte Tierarten, beliebtes Ausflugsziel für Kinder aus Kindergärten und Grundschulen, eine gesunde Oase für Natur-und Tierliebhaber sowie Sporttreibende.
- Anstatt in neuen Straßenbau zu investieren, setzen wir auf ein modernes Mobilitäts-Konzept im Ort: Sichere Wege für Fußgänger, kurze Wege für alle und mehr Lebensqualität für Neunkirchen. Jetzt ist die Zeit, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen – für unsere Umwelt und kommende Generationen.
- Geben Sie Ihr Votum beim Bürgerentscheid am Sonntag, 11.01.2026 für den Erhalt des Ebersbachtals ab!