Verschaukelt? Darum: Der Abschnitt zwischen Friedhofstraße und Grundschule ist Gemeindestraße – für den schlechten Zustand trägt allein die Gemeinde die Verantwortung.

Wurde der Zustand bewusst in Kauf genommen, um die Westumgehung leichter rechtfertigen zu können?

Wir fordern: Umsetzung des erwogenen Abrisses der gemeindeeigenen Scheune (Hirtengasse) zur Schaffung von Ausweichflächen; bestehende Durchfahrtsbeschränkung über 7,5 t endlich durchsetzen; dauerhafter Blitzer mit LKW-Erkennung / Silhouettenblitzer; lärmmindernder Asphalt ist technisch auch unter 50 km/h wirksam; Hochbordsteine mit festen Pollern; Schulwegskonzept.

Wir fordern nicht: Verlegung der Staatsstraße in die Friedhofstraße; Abriss denkmalgeschützter Gebäude; Verlegung der Friedhofsmauer; Verschmälerung der Gehsteige.

Eine Umgehung um jeden Preis? Neue Gefahrenstellen innerorts: drastische Vermehrung des Verkehrsaufkommens inkl. LKW direkt am Jugendzentrum.

Schall: Verschlechterung der Lebensqualität für viele Neunkirchner.

Westumgehung ist nicht Südumgehung: Ein Erdwall schützt im Süden vor Lärm. Die Westumgehung hingegen verläuft auf einem bis zu 3,4 m hohen Damm, ohne Lärmschutz.

Mehr Schwerlastverkehr: Durch Wegfall der bestehenden LKW-Umleitung und der Gewichtsbegrenzung – mehr LKW in Neunkirchen.

Innerörtlicher Quellverkehr: Laut Staatlichem Bauamt verbleibt 50 % des Schwerlastverkehrs im Ort. Der Durchgangsverkehr in Richtung Großenbuch/Ermreuth besteht weiter.

Existenzbedrohung des Erleinhofs: Zerschneidung von Koppeln und Futterwiesen. Wegfall der wirtschaftlichen Grundlage.

Wir sind: Wir sind alteingesessene und zugezogene Neunkirchner, wir wohnen am Rand und in der Mitte, sind jung und alt. Auch Neunkirchner Unternehmen unterstützen uns. Wir sind Kinder, Eltern und Großeltern. Wir fühlen uns auch den zukünftigen Generationen verpflichtet. Wir wurden durch die einseitige Darstellung der Behörden überfahren – die Vorzugsvariante wurde nur auf Nachfrage gezeigt. Wo ist hier die gleichberechtigte Information?

Wir sind nicht: Hobby-Verkehrsplaner; verantwortungslose Eltern; kompromisslose Naturschützer; gleichgültig gegenüber der Situation in der Friedhofstraße.

Wir wünschen uns: unvoreingenommene Herangehensweise an eine Lösungsfindung unter Einbeziehung aller Bürger – für mehr Akzeptanz; Erhalt des Charakters von Neunkirchen mit seiner traditionellen Kulturlandschaft – als Tor zur Fränkischen Schweiz; eine wertschätzende Politik, die alle Bürger ernst nimmt.

Bürgerentscheid 11.01.2025

Wer nicht wählt, unterstützt damit die Umfahrung!